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Rieder-Treffen in Rothenfluh im Mai 1999 Familienfest der besonderen Art Die verstreut über den ganzen Erdball lebenden Menschen mit dem Namen Rieder aus Rothenfluh trafen sich erstmals zu einer gemeinsamen Feier in ihrer Heimatgemeinde. Es war ein Familienfest besonderer Art: das Rieder-Treffen in Rothenfluh. Und etwas haben sie gemeinsam: Sie heissen Rieder, stammen aus einer Rieder-Familie, und in ihrem Pass steht unter Heimatort Rothenfluh. Der Einheimische, Max, hatte die Idee, ein solches Treffen zu organisieren und konnte mit den Auswärtigen Lily, Thomas (in Sissach kein Unbekannter), Iwan, Bruno und Paul, alles geborene Rieder, ein bewährtes OK auf die Beine stellen. Die Beschaffung der Adressen gestaltete sich recht aufwendig. Zunächst musste der ohnehin stark verästelte Stammbaum nachgetragen werden, ehe Max mit ungezählten Anrufen, Briefen und persönlichen Besuchen, kurz mit einer Beharrlichkeit sondergleichen, eine Adressdatei erstellen konnte, die schliesslich 380 Einträge umfasste. Erfreulicherweise reagierten 300 Familien mit insgesamt 345 Köpfen auf die Einladung zum ersten Rieder-Treffen positiv. Etwa zwei Drittel der Rieder kamen aus dem Baselbiet oder aus Basel, knapp 100 aus der übrigen Schweiz und 25 Personen reisten aus dem Ausland an, darunter eine Familie aus Vancouver an der kanadischen Westküste. Nebst Schweizerdeutsch in allen Varianten wurde am Rieder-Festival auch Englisch und Französisch gesprochen. Spuren führen ins Wallis Der Ursprung des Geschlechts der Rieder führt ins Wallis auf die Riederalp, von wo aus sie sich ins Berner Oberland verbreiteten,. Wie alt Gemeindepräsident und Ehrenbürger Oskar Rieder in der vollbesetzten Turnhalle ausführte, wurde der erste Rieder, Albrecht, von Beruf Schmied, von Ittigen bei Bern, etwa 1655 in Rothenfluh eingebürgert. Dessen Nachkommen waren hauptsächlich Metzger, Schmied, Müller, Schuhmacher, Bäcker oder Wirt. Diese Berufsbezeichnungen finden sich teilweise noch heute in den Dorfnamen der Rieder. Heute gehören die Rieder neben Erny und Gass zahlenmässig zu den grösseren Bürgergeschlechtern. Die bei der Eingangskontrolle zugeteilte Stammnummer erleichterte das Zurechtfinden im Stammbaum, der auf einer grossen Tafel dargestellt wurde, wesentlich. Entsprechend gross war denn auch der Andrang bei der Spurensuche nach den Ahnen. Dass schweizerisches Brauchtum auch im Ausland gepflegt wird und einen hohen Stellenwert einnimmt, bewies Lisa Rieder, seit über 40 Jahren in Kanada wohnhaft, mit einigen Jodelliedern. Hochbetrieb herrschte auch im eigens eingerichteten Fotostudio, wo sich auf Geheiss des Komitees jedermann professionell abzulichten hatte. In seiner Grussbotschaft stellte Gemeindepräsident Fredy Otth das Dorf Rothenfluh kurz vor, ehe Liedermacher Fredy Schär die ohnehin gute Stimmung im Publikum mit einigen Vorträgen noch zu steigern verstand. |
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Viele Rieder Ein Blick ins Internet zeigt, dass es weltweit über 8000 Webseiten, wovon 3300 mit deutschsprachigem Inhalt, mit dem Eintrag «Rieder» gibt. Vor allem im Tirol und in Bayern kommt das Geschlecht Rieder relativ häufig vor, hat aber offenbar andere Wurzeln als das jenige der Rothenflüher Rieder. |
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